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U-1 auf Sparflamme?

Unter den Anrainern der Alaudagasse (Handelsangestellten- Seliger- und Hanssonsiedlung) gibt es Unruhe. Viele fragen sich, ob sie nach dem Ausbau der U1 noch einen nahen Anschluß an das öffentliche Verkehrsnetz haben werden, wie das derzeit noch mit der 67er Haltestelle Alaudagasse gegeben ist.

Zwar weist die im Jahr 2008 im Haus der Begegnung vorgestellte Planung eine U-Bahnstation Alaudagasse auf, aber seither scheint einiges ins Wanken geraten zu sein. Offenbar sicher ist bereits, daß die Endstelle nicht in Rothneusiedl gebaut wird, sind doch dort die Stronach-City (Stadion und Einkaufszentrum) gestorben und die geplanten Wohnbauten auf die lange Bank geschoben. Deshalb fordert die KPÖ eine Verlängerung bis nach Oberlaa.

Möglicherweise endet die U1 aber beim Stockholmerplatz und da könnte es durchaus sein, daß die Station Alaudagasse mit der Endstelle zusammengelegt wird, was die Anrainer mit der Forderung nach Beibehaltung des 67er beantworten.

Durchaus nicht zur Beruhigung trägt da ein Interview der Bezirksvorsteherin Mospointner in einer Bezirkszeitung vom 4.Jänner bei. Auf die Frage "Wo wird die verlängerte U1 die Endstation haben?" lautet ihre Antwort: "Ganz sicher nicht in der Alaudagasse." Das läßt nun alles offen.

Denn offensichtlich ist auch, daß der Sparstift die U1-Verlängerung erfaßt hat. Dafür spricht auch, daß jetzt (für die verkürzte Strecke!) ein Fertigstellungsdatum für 2016 genannt wird, statt 2014, wie noch zur Zeit der Vorstellung der Planung. (Ach ja da standen die Wiener Gemeinde- und Bezirksratswahlen an.)

Und so entwickelt sich im U-Bahnbau alles wie nach einem berühmten Wiener Klassiker: "Wir wissen zwar nicht wohin sie fährt, aber dafür sind wir gschwinder dort."