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Vor 50 Jahren starb E. Kirchweger

Bezirk News Ernst Kirchweger

Vor 50 Jahren, am 31. März 1965 kam es in Wien zu einer großen antifaschistischen Demonstration gegen den ehemaligen Naziprofessor T. Borodajkewycz, der an der damaligen Hochschule für Welthandel seine Studenten mit antisemitischen und großdeutschen Tiraden versorgte.

Bei dieser Kundgebung wurde der 67jährige Favoritner Kommunist und Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger von einem Nazistudenten derart niedergeschlagen, so dass er zwei Tage später starb.

1989 wurde im Gedenken an dieses erste Opfer neofaschistischer Gewalt in der Zweiten Republik am Gemeindebau Sonnwendgasse 24 eine Erinnerungstafel angebracht.

Bei dieser Tafel hielt die KPÖ-Favoriten am 26. März eine Gedenkkundgebung ab. KPÖ-Bezirkssprecher Michael Graber erinnerte an die Vorgeschichte der Auseinandersetzung im Jahr 1965 und würdigte die Biographie des Arbeiterfunktionärs Ernst Kirchweger. Der Zeitzeuge Genosse Kann schilderte als Augenzeuge, die Umstände, die zum Tod Kirchwegers führten, und kritisierte die milde Justiz dem Täter gegenüber.

Landessprecher der KPÖ Didi Zach zog Parallelen zu heutigen Auftreten der Rechtsradikalen in Österreich.